Über das Erzählen von sich selbst

Maxi Wander, aus „Ein Leben ist nicht genug“:
„Der Maler malt sich selbst in jedem Bild und ich schreibe mich selbst. Indem wir uns selbst erzählen, und die „Blumen und Ungeheuer“ (Balzac) mit Namen benennen, bringen wir ein wenig Ordnung in das Chaos der Welt, ebnen uns den Weg. Das wird unsere Probleme nicht lösen, aber es erleichtert das Herz. (…) Und du entdeckst in dir Abgründe von nicht gelebtem Leben. Du hast ja überhaupt nichts zu melden, fällt dir ein. Und du beginnst Dinge zu erfinden. Oder auch die bittere Wahrheit zu erzählen, je nach dem Wasserstand. Die Hauptsache ist eben, dass du damit anfängst. Du merkst, wie du dich windest und aufzuschneiden beginnst – dann merkst du, dass du das eigentlich gar nicht nötig hast. Und dann schämst du dich heimlich, und schwörst dir, tief in deiner schlaffen Brust, dass du das ändern wirst und dich, verflucht soll es sein, ins wahre Leben stürzen!“

Und das wahre Leben besteht nicht darin, dass dir jetzt über´m Schreiben in der Küche das Essen angebrannt ist, verfluchter Mist!

Zwei – nicht miteinander plaudernde – alte Damen

Beide lebten als Mitbewohnerinnen in unserem Haus auf dem Land damals. Agnes, meine Uroma, hatte ihre Modistinnen-Bude unter dem Dach – wie eine Erinnerung an die „roaring twenties“. Von der Nähmaschine in ihrer streng geometrischen Form überkront – das Chaos aus Schnitten, Stoffbahnen und Zwei – nicht miteinander plaudernde – alte Damen weiterlesen

Wer die Idee hat, hat dann doch das Nachsehen…

Tja, als Autor scheint es einem nicht so gut zu gehen. – Das Geld und der Ruhm schwemmen in die üblichen Kanäle. Schade für den Menschen, der die Idee, die Sprache und die Zeit hat… – So wieder bei der Serie  „Die Stadt und die Macht“ der ARD. Wer die Idee hat, hat dann doch das Nachsehen… weiterlesen